Projektplan

2018

AP1

AP2

AP3

AP4

AP5

AP6

AP7

2020

Arbeitspaket 1

Strukturanalyse und Erfolgsfaktoren der Vernetzung

Zu Beginn des Projektes werden die Vernetzungsstrukturen und der Vernetzungsgrad in den Kommunen Fischerbach, Mönchweiler und St. Georgen erhoben.

Fischerbach zeichnet sich durch eine gute Vernetzungsstruktur aus. Die Arbeiten und die Organisation der Bürgergemeinschaft Fischerbach e.V. sind als best-Practice für bürgerschaftliche Netzwerke anzusehen. Ziel dieses Arbeitspaketes ist es, Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für das Gelingen von Netzwerkstrukturen zu identifizieren und auf die Übertragbarkeit auf andere Kommunen zu überprüfen. Hierzu wird eine Vernetzungslandkarte erstellt und Workshops zur Identifikation der Erfolgsfaktoren und Voraussetzungen für den Aufbau von Netzwerkstrukturen durchgeführt.

Anders als in der Gemeinde Fischerbach existiert in Mönchweiler bislang keine organisierte Nachbarschaftshilfe. Die Gemeinde strebt die Einrichtung einer kommunal organisierten Nachbarschaftshilfe im Jahr 2018 an. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch den Verein Generationenbrücke e.V., welcher sich seit Jahren mit der Förderung generationenübergreifender sozialer Interaktion beschäftigt. Best-Practice Beispiele organisierter Nachbarschaftshilfen wie der Gemeinde Fischerbach müssen zunächst analysiert und deren Übertragbarkeit auf die Gemeinde Mönchweiler geprüft werden.

In St. Georgen wird die Unterstützung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten vom Pflegedienst Schneiderhan und der evangelischen Altenhilfe angeboten. Pflegebedürftige beziehen teilweise professionelle Pflege von einem Anbieter und Unterstützung im Haushalt vom anderen. Eine Vernetzung oder Informationsaustausch zwischen den Pflegediensten und anderen Akteuren findet nicht statt. Ziel des AP ist die Identifikation weiterer wichtiger kommunaler Akteure und die Vernetzung dieser.

Verantwortlich:

Arbeitspaket 2

Anpassung der Zirkel-App und Bearbeitung ethischer, sozialer und rechtlicher Aspekte

Der Prototyp der Zirkel App wird an die Strukturen in Fischerbach und Mönchweiler angepasst und im Laufe des Projektes durch kontinuierliche Verbesserungen in eine anwendungsreife Applikation überführt.

Die in AP 1 identifizierten Strukturen werden in der App abgebildet. Die Anpassung erfolgt unter Einbezug der Praxispartner und deren formelle und informelle Akteure. So soll die Akzeptanz und Passgenauigkeit sichergestellt werden.

Die ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekte werden in Form eines Workshops mit Experten aus dem ehemaligen Zentrum für Angewandte Forschung an Hochschulen für Ambient Assisted Living ZAFH - AAL diskutiert, das sich u.a. mit dieser Themenstellung beschäftigt hat.

Verantwortlich:

Arbeitspaket 3

Erweiterung der regionalen Hilfemixstrukturen

Die Gemeinde Fischerbach hat mit der Bürgergemeinschaft Fischerbach bereits gute Strukturen für die Unterstützung für Jung und Alt in allen Lebenssituationen geschaffen. Die Bürgergemeinschaft organisiert und vermittelt unter anderem Betreuungs-, Hauswirtschafts- und Fahrdienste. Auch der Caritasverband Kinzigtal e.V. bietet über rein pflegerische Tätigkeiten hinaus ein breites Angebot an Unterstützungsleistungen.

In der Stadt St. Georgen werden hauswirtschaftliche und pflegerische Tätigkeiten vorrangig von den Pflegediensten Schneiderhan und der evangelischen Altenhilfe angeboten. Trotz sich teilweise überschneidendem Klientel findet bislang keine Vernetzung dieser Akteure statt.

Die Zusammenarbeit in Fischerbach zwischen dem Caritasverband Kinzigtal e.V. und der Bürgergemeinschaft Fischerbach sowie in St. Georgen zwischen den beiden vorrangig tätigen Pflegediensten sowie in AP1 identifizierten weiteren Akteuren wird im Hinblick auf eine kooperative fallbezogene Angebotsplanung intensiviert. In Mönchweiler werden die in AP 1 gewonnenen Erkenntnisse zur Erstellung eines Konzepts zum Aufbau einer organisierten Nachbarschaftshilfe in Mönchweiler genutzt und die Vernetzung wichtiger Akteure vorangetrieben.
Ziel ist es, eine möglichst umfassende und flexible Angebotspalette im Hilfemix zu entwickeln.

Verantwortlich Feldzugang Fischerbach:

Verantwortlich Feldzugang Mönchweiler:

Verantwortlich Feldzugang St. Georgen:

Arbeitspaket 4

Schulungskonzept

Für die Implementierung werden zielgruppenspezifische Schulungen zum Umgang mit der Zirkel-App entwickelt und Schulungsmaterialien erstellt.

Es werden Multiplikatoren ausgebildet, die im Regelbetrieb die Betreuung der Pflegenetz-App übernehmen und die zukünftigen Nutzer im Umgang mit der App zielgruppenspezifisch schulen können. In Fischerbach werden die Multiplikatoren Mitarbeitende des Caritasverband Kinzigtal e.V. und der Bürgergemeinschaft Fischerbach sein, in Mönchweiler Mitglieder der Generationenbrücke e.V. und Mitarbeiter des FORUM MÖNCHWEILER (Volkshochschule der Gemeinde Mönchweiler), in St. Georgen werden Mitarbeiter der beiden Pflegedienste geschult.

Nach ersten Schulungen erfolgt eine fragebogenbasierte Evaluation und ggf. Anpassung der Multiplikatorenschulung und der Schulungsmaterialien. Ziel dieses Arbeitspaketes ist ein optimiertes Vorgehen bei der Implementierung und dem Einsatz der Zirkel-App.

Verantwortlich:

Arbeitspaket 5

Sensibilisierung von Akteuren aus Pflege und Betreuung

Ziel des Arbeitspaketes ist die Sensibilisierung von Pflegekräften und ehrenamtlich Aktiven für den Technikeinsatz.

Die Nutzung digitaler Technologien bleibt bisher hinter dem Potenzial der Nutzung in der häuslichen Wohnumgebung zurück. Pflegekräfte kennen die Haushalte von pflegebedürftigen Personen, deren Bedarfe und deren Netzwerke. Sie sind prädestiniert Pflegebedürftige und deren Angehörige auf technische Möglichkeiten hinzuweisen.

Hierzu müssen sie die Potenziale technischer Hilfsmittel für die Förderung von Selbstständigkeit, Autonomie und gesellschaftlicher Teilhabe kennen, eigene Berührungsängste abbauen und ihre eigenen Technikbilder überdenken.

Die Sensibilisierung soll über Workshops zur Erarbeitung der Mehrwerte, Besuche von Living-Labs und Diskussionsrunden erfolgen.

Verantwortlich Feldzugang Fischerbach:

Verantwortlich Feldzugang Mönchweiler:

Verantwortlich Feldzugang St- Georgen:

Arbeitspaket 6

Implementierung und Evaluation

Um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse aller Feldtestregionen zu gewährleisten wird für die Implementierung und Evaluation in allen Feldzugängen dasselbe Vorgehen verfolgt.

Die Pflegenetzwerke werden für eine Dauer von mind. 6 Monaten durch Workshops und Fragebogen intensiv von der Praxis und Wissenschaft begleitet.

Die Evaluation im Feld wird als Methodenmix durchgeführt. Auf der Grundlage der Adoptionsforschung werden Umsetzungsbarrieren und Umsetzungstreiber evaluiert. Eine zusätzliche Datenquelle zum Nutzerverhalten liefert das in die Plattform integrierte Trackingsystem. Für die Evaluation werden die Daten und Erkenntnisse aus dem SONIAnetz Projekt einbezogen und verglichen.

Ziel ist es, valide Aussagen zur Nutzung der Pflegenetz-App und den Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung zu erhalten.

Verantwortlich technische Implementierung: 

Verantwortlich praktische Implementierung Feldzugang Fischerbach:

Verantwortlich praktische Implementierung Feldzugang Mönchweiler: 

Verantwortlich praktische Implementierung Feldzugang St. Georgen: 

Verantwortlich Evaluation: 

Arbeitspaket 7

Transfer und Handlungsempfehlungen

Aus dem im Projekt gesammelten Erfahrungswissen und den Evaluationsergebnissen wird eine Handlungsempfehlung erstellt, die einen Transfer in weitere Hilfenetzwerke ermöglicht.

Verantwortlich: